Brauchen wir Gentechnik?
GM Watch: Einführung von neuer Quelle zu Erfolgen ohne Gentechnik
Denken Sie an gentechnisch veränderte Organismen (GVO), wenn Sie von
allergiefreien Erdnüssen, Hexenkraut-resistenten Spargelbohnen,
salzresistentem Weizen, betakarotinreichen Süßkartoffeln und
virus-resistenten Cassavas hören?
Wenn ja, haben Sie eine der ganz großen unveröffentlichten Erfolgsstories
verpaßt – nämlich all die bahnbrechenden Erfolge ganz ohne Gentechnik, die genau diejenigen Probleme lösen (Dürre- und Salzresistenz, Biofortifikation usw.), von denen GVO-Befürworter immer meinen, daß nur die Gentechnik darauf eine Antwort böte.
Während potentiellen Gentechnik-Wundern, bei denen es sich oft um reine
Spekulation handelt, seitenweise Platz in den Massenmedien eingeräumt wird, werden die vielen gentech-freien Erfolge, wenn überhaupt, meist nur unter ,ferner liefen’ erwähnt. Ohne das oft übertriebene Krisengerede und das marktschreierische Angebot von angeblichen Patentlösungen gäbe es nämlich gar nichts zu berichten.
Die Biotechindustrie und ihre Medienstrategen wollen es auch dabei belassen, insbesondere deshalb, weil die gentechnikfreien Lösungen der
Gentechforschung oft weit voraus sind. Ein weiterer Vorteil ist, daß die
konventionellen Erfolge keine der vielen Unwägbarkeiten rund um die
Gentechnik mit sich bringen.
Es ist daher wichtig, mit der gentech-freien Forschung und ihren Erfolgen
Schritt zu halten. Genau dafür haben wir eine neue Kategorie auf unserer
Webseite eingerichtet: “Need GM?” Hier können Sie sich das ansehen:
http://www.gmwatch.org/component/content/article/31/12348
“Need GM?” bietet zunächst eine Einführung, die beschreibt, wie ein Mangel
an Erfolg mit sogenannten GVO-Lösungen dazu führen kann, daß gentech-freie
Erfolge plötzlich zu Gentechnik-Durchbrüchen umgedichtet werden. Die
Einführung erklärt außerdem, daß die als Riesendurchbruch angepriesenen
Gentech-Nahrungspflanzen ihre Charakteristika in Wirklichkeit oft durch
konventionelle Pflanzenzucht erhalten haben.
-Need GM?” teilt die gentech-freien Erfolge in verschiedene Bereiche ein:
- Dürrerestistenz
- Unempfindlichkeit gegen Überflutung
- Schädlingsresistenz
- Salztoleranz
- Resistenz gegen Krankheiten
- Gesundheitsförderung
- Ertragssteigerung
- Biokontrolle und Aflatoxin
- Toleranz gegenüber bestimmten Boden- und Wetterbedingungen
Diese Bereiche zeigen unter anderem, daß trotz des Rummels, der die
Gentechnik als schnellsten Weg zum Erfolg anpreist – und als Allheilmittel
zur Herstellung von dürrerestistenten Nahrungspflanzen, die uns angeblich
helfen werden, die Klimaveränderung zu überleben – es eigentlich die
konventionelle Pflanzenzucht ist, die tatsächlich Erfolge liefert.
Und tatsächlich haben wir in unserem Bereich “Dürrerestistenz” schon eine
Liste von ungefähr 20 verschiedenen Erfolgen ganz ohne GVO in Afrika und
Indien. Ein paar dieser gentech-freien dürrerestistenten Nahrungspflanzen
sind schon erfolgreich angebaut worden und werden auf den Feldern der
Landwirte immer beliebter.
Zum Beispiel hat Dr. Gebisa Ejeta aus Äthiopien eine Hybride der
Sorghumhirse entwickelt, die nicht nur dürrerestistent, sondern auch
unempfindlich gegen das verheerende semiparasitische Hexenkraut ist.
Sorghumhirse ist eine der fünf wichtigsten Getreidearten weltweit. Dr.
Ejetas gentech-freie Sorghumhirse hat schon zu erhöhten Erträgen und
gesteigerter Verfügbarkeit geführt und die Nahrungsmittelversorgung von
Hunderten von Millionen Menschen im subsaharischen Afrika verbessert.
Stellen Sie sich nur einmal den Aufstand vor, wenn eine Gentech-Pflanze so
einen Erfolg gehabt hätte! Stattdessen gibt es immer noch keine einzige
gentechnisch veränderte dürrerestistente Nahrungspflanze, die es auf den
Markt geschafft hätte. Da nimmt es nicht Wunder, daß Dr. Ejeta Bill Gates, Jeffrey Sachs und anderen GVO-Befürwortern erklärte: “Afrika leidet keinen
Hunger wegen eines Mangels an Biotechnologie.”
Dabei ist Dürrerestistenz nur ein Beispiel unter den vielen großartigen
gentech-freien Durchbrüchen. Stellen Sie sich vor, wie viel mehr erreicht
werden könnte, wenn nicht so viel Zeit, Aufmerksamkeit und Geld an teure
GVO-Experimente von denen verschleudert würde, die ordentlich daran
verdienen.
Außer der beschriebenen Liste stellt “Need GM?” auch einen chronologischen
Index der gentech-freien Erfolge zur Verfügung.
http://www.gmwatch.org/component/content/article/31/12305
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